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Rezept für aufhellende Anti-Aging-Gesichtscreme mit Sonnenschutz - gegen Pigmentflecken

Anti-Aging-Sonnenschutz-Creme fürs Gesicht

Wenn wir schon natürliche Gesichtscremes zuhause selber machen, warum denn nicht eine bleichende (aufhellende) Sonnenschutzcreme? “Sun Protection” oder Sonnenschutzcreme ist eine Creme, die Partikel beinhaltet, die gegen UV-Strahlen schützen. Manche arbeiten oberflächlich, indem sie UV-Strahlen reflektieren, und manche innerlich - die sogenannten chemischen Filter nehmen die Strahlen einfach auf.

Nachdem ich was Schlechtes über die zweite Gruppe (chemische Filter) gelesen hatte, hat sich meine Neigung zu der ersten Gruppe (physische oder anorganische Filter) noch mehr gefestigt.

Die Rede ist von Zinkoxid (auch wirksam als Anti-Pickel-Mittel - von mir bestätigt) und Titandioxid. Die zwei Inhaltsstoffe sind oft ein Bestandteil einer guten Sonnencreme. Sie sollen keine Allergien auslösen (bei mir sicher nicht), irritieren sensible Haut nicht und haben eine breites Wirkungsspektrum:

Zinkoxid blockiert UVA-Strahlen und Titandioxid - UVB-Strahlen.

Aus diesem Grund sollte man die zwei Komponente in einer Creme am besten immer kombinieren.

Ursprünglich war die Creme als Creme gegen Pigmentflecken gedacht. Zusätzlich dazu wollte ich die selbstgemachte Creme mit UV-Filter anreichen, damit sie auch im Frühling und Sommer an Sonnentagen angewendet werden kann. Natürlich war es mir noch immer nicht genug und ich spendierte der Creme einige Anti-Aging-Wirkstoffe und Vitamine, die gegen Hautalterung helfen sollen: A und E.

Die eierlegende Wollmilchsau Anti-Aging Creme mit UV-Schutz ist super gelungen, die eigentliche Wirkung ist noch in der Testphase!

Im Großen und Ganzen fühlt sich die Gesichtscreme gut auf der Haut an, zieht schnell ein und hinterlässt gar kein Gefühl von Fettigkeit.

Was mir noch aufgefallen ist... Falls sich abgestorbene Hautpartikel auf der Hornschicht befinden, werden sich diese mithilfe der Creme ablösen. Diese Wirkung verdanke ich dem Allantoin oder D-Panthenol, oder beiden.

Die feuchtigkeitsspendende Wirkung dieser Creme dauert den ganzen Tag lang! Diese Wirkung wird noch verstärkt, wenn sowohl Allantoin als auch D-Panthenol in einer Creme enthalten sind, wie in diesem hausgemachten Produkt.

Was mir nicht gefallen hat? Vielleicht werde ich die Creme nächstes Mal en kleines bisschen weicher machen, also mehr Wasser nehmen - sie könnte für heiße Sommertage zu dick sein. Noch etwas, worauf ich bei der nächsten Zubereitung verzichten möchte, ist Biokons. Ich werde bald nach einem neuen Konservierer suchen. Das Aroma dieses Konservierungsstoffs passt überhaupt nicht zum Aroma von Pfefferminzöl bzw. Rosmarinöl, Eukalyptusöl oder anderen frischen oder bitteren Aromen. Den Geruch, der aus dieser Kombination entsteht, mag ich nicht. Es ist nicht unerträglich oder ganz schlecht, aber ich persönlich würde puren Duft von ätherischen Ölen bevorzugen, nicht in einer Mischung mit Biokons.

Anwendung der Sonnencreme

Damit der Sonnenschutz wirklich funktioniert, sollte man die SPF-Creme mindestens 20 Minuten vor der “Kollision” mit der Sonne auftragen.

Anmerkungen

  1. Statt Babassuöl könnte man Kokosöl nehmen.
  2. Eine kleine Anmerkung in Bezug auf Hauttyp: diese Creme wird wahrscheinlich für trockene Haut nicht so gut sein. Für normale - eher gut bis vielleicht sehr gut. Für fettige - absolute Empfehlung! Sie hat sogar einen mattierenden Effekt bei mir. Gleichzeitig spendet die Creme genügend Feuchtigkeit, die Haut fühlt sich schon beim ersten Auftragen ziemlich straff an.
  3. Was die Zusammensetzung betrifft, kann man natürlich die Mazerate mit normalen Ölen ersetzen, bzw. reines Jojobaöl statt Petersilie-Mazerat nehmen. Diese nahm ich nur wegen der aufhellenden (bleichenden) Wirkung (gegen Altersflecken) ins Rezept auf.
  4. Die Sonnenschutzcreme ist nicht so stark, dass du viel Zeit in der Sonne verbringen kannst. Die Rezeptur wurde für eine Person entwickelt, die einen relative dunklen Hautton hat. Deswegen hatte ich Angst, beim ersten Mal zu viel Titandioxid oder Zinkoxid zu nehmen (damit die Haut nicht weiß wird). Falls du helle Haut hast, kannst du deutlich mehr als meine 0,5% nehmen, um den Schutz gegen UV-Wirkung zu verstärken.

Ansonsten gelten einige Werte als Orientierungsgrößen für verschiedene SPF (Sun Protection Factor bzw. wie stark wirkt das Mittel gegen Sonne).

Dosierung Titandioxid und Zinkoxid in einer Sonnenschutzcreme

Titandioxid:

  • Empfohlene Konzentration - 2-25%,
  • 1% - SPF 1,5-2,
  • 5% - SPF 10,
  • 10% SPF 15-20.

Für jede 2 SPF-Einheiten sollte man die Dosierung des Titandioxids um ca. 1% erhöhen.

Zinkoxid:

  • Empfohlene Konzentration - 5-25%,
  • SPF 2-5 (schwacher Schutz) - 3%,
  • SPF 6-11 (mittlerer Sonnenschutz) - 7,5%,
  • SPF 12-19 (hoher Schutz) - 12%,
  • SPF über 20 (sehr hoher Sonnenschutz) - 20%,

Konzentrationserhöhung um 1% bedeutet die SPF-Steigerung um circa 1 Einheit.


Gesamtmenge (ungefähr): 80 ml

Sonnenschutzcreme selber machen: Zutaten

  1. Mazerat Petersilie in Jojoba: 6,40 g (FP)
  2. Macadamianussöl: 6,40 g (FP)
  3. Sesamöl (guter natürlicher Sonnenschutz): 9,00 g (FP)
  4. Mazerat Schafgarbenblüten, Frauenmantelkraut, Brennessel in Sonnenblumenöl: 3,84 g (FP)
  5. Kukuinussöl (leichter UV-Schutz): 1,6 g (FP)
  6. Sheabutter (guter UV-Schutz): 1,92 g (FP)
  7. Babassuöl: 0,64 g (FP)
  8. Bienenwachs: 0,80 g (FP)
  9. Vitamin E: 0,16 g (FP)
  10. Vitamin A (ausgeprägter Anti-Aging-Effekt): 13,00 Tropfen (FP)
  11. Cetylalkohol: 1,60 g (FP)
  12. Emulsan II: 2,40 g(FP)
  13. Titandioxid: 0,40 g (WP)
  14. Zinkoxid: 0,40 g (WP)
  15. D-Panthenol: 0,80 g (WP)
  16. Xanthan Gum: 0,20 g (WP)
  17. Hyaluronsäure: 1,00 Stk. Kapsel(-n) 0,3 g (WP)
  18. Allantoin: 0,4 g (WP)
  19. Rosmarinöl (natürliches Bleichmittel gegen alte Akneflecken): 4,00 Tropfen
  20. Pfefferminzöl (gegen Pigmentflecken): 8,00 Tropfen
  21. Eukalyptusöl: 4,00 Tropfen
  22. Biokons oder ein anderes Konservierungsmittel: 0,80 g (für 6 Monate)

Zubereitung der Anti-Aging-Creme mit aufhellendem Effekt und UV-Schutz

Ein Teil von Wasser lasse vorher für die pulvrigen Wirkstoffe (Titandioxid, Zinkoxid) und D-Panthenol. Alle drei lösen sich sehr gut in Wasser auf, du brauchst sie nicht ständig erwärmen oder rühren, wie im Falle mit Hyaluronsäure. Die ganze Wirkstoff-Phase kommt zum Schluss in die fertige handwarme Emulsion, bevor du ätherische Öle hinzufügst. Auch die fettlöslichen Vitamine E und A sollen in die fertige Creme rein, damit sie nicht die Wirkung verlieren.

Wie immer, solltest du flüssige Öle, Mazerate, Bienenwachs, Cetylalkohol und Emulsan zusammenmischen, im zweiten Becher Wasserphase vorbereiten und im dritten die harten Butter - Sheabutter und Babassuöl (Kokosöl). Schließlich wärme die zwei Phasen bis ca. 65 Grad auf, Butter bis ca. 40 Grad, bringe zuerst die Öle und Butter zusammen und dann alle Zutaten (Fette + Wasser).

Was sind Mazerate, warum brauche ich sie und warum nahm ich genau diese für diese Sonnenschutz-Gesichtscreme? Darüber schreibe ich separat, verpass nicht den Beitrag über Mazerate und ihre Wirkung!

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